Das neue generationenübergreifende Palliativ- und Hospizzentrum in Basel

Das Zentrum soll nicht nur auf die Bedürfnisse der spezialisierten Palliativpflege ausgerichtet sein, es sollen auch Langzeitpatienten, die nicht mehr in einer akuten Phase sind – zum Beispiel nach einem orthopädischen Eingriff oder einer Transplantation etc. - betreut werden. Im Weiteren sollte es auch den pflegenden Angehörigen die Möglichkeit für eine Anlehre bzw. Vertiefung der Pflege (zum Beispiel Trachostomie, Sondierung, Bauchfelldialyse, Medikamentenverabreichung etc.) geben, um Sicherheit für die Zeit Zuhause zu gewinnen.

Es ist keine Begrenzung in der Verweildauer geplant und es besteht die Möglichkeit, die letzte Lebensphase bis zum Tod im Zentrum zu verbringen. Damit unterscheidet sich das geplante generationenübergreifende Palliativ- und Hospizzentrum sowohl vom typischen Spitalbetrieb wie vom klassischen Hospiz.

Die Grösse des Zentrums, die geplante Altersdurchmischung sowie das Raumangebot für Angehörige und engste Bezugspersonen werden helfen, soziale Isolierung zu vermeiden. Die Zimmer können individuell verändert werden und ermöglichen ein Gefühl von «Zuhause». Es wird Raum geschaffen und Zuflucht gegeben. Angehörige erhalten Übernachtungsmöglichkeiten und eine professionelle Entlastung im Rahmen ihrer Betreuungsaufgaben. Die Umgebung des Zentrums soll – wenn möglich – so angelegt werden, dass Zeit in der Natur verbracht werden kann.

Ein in diesem Sinne ausgerichtetes Palliativ- und Hospizzentrum versteht sich nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Einrichtungen, sondern kann diese umgekehrt ergänzen und entlasten und ist auch finanziell oft günstiger, wie Erfahrungen im europäischen Ausland, insbesondere in Grossbritannien und Deutschland zeigen.